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Wie entsteht ein Veneer? Am Anfang steht die Farbnahme. Damit die Zähne später so natürlich aussehen wie die eigenen, bestimmt der Zahnarzt mit speziellen Farbplättchen die exakte Zahnfarbe sowie Form, Oberflächenbild und Transparenz der Zähne. Danach geht es Schritt für Schritt. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sind mehrere Sitzungen erforderlich. Nach
der exakten Planung werden im ersten Schritt die Zähne präpariert.
Damit die Veneers Platz finden, muss nur ein sehr geringer Teil des Zahnschmelzes
abgetragen werden. Da die grazilen Keramikschalen mit 0,3 bis 0,6 mm hauchdünn
sind, ist der Substanzverlust gering – sehr viel geringer als beispielsweise
bei einer Krone. Damit der Zahn später nicht zu voluminös wird,
müssen in diesem Falle nämlich auch gesunde Zahnanteile abgeschliffen
werden; der Verlust natürlicher Zahnsubstanz ist sehr viel höher.
Bei der Veneer-Technik spricht man hingegen von einem minimal-invasiven (also
gering eingreifenden) Verfahren. Anschließend fertigt der Zahnarzt Präzisionsabformungen von beiden Zahnreihen. Die vorbereiteten Zähne werden mit ästhetisch anspruchsvollem Übergangszahnersatz versorgt, der gleichzeitig eine Schutzfunktion hat. Nun ist der Zahntechniker an der Reihe. Anhand der Abformungen fertigt er in mehreren Schritten die filigranen Schmuckstücke. Kleinste Farb-, Form- und Strukturdetails werden dabei individuell ausgearbeitet. Verschiedene Dentin- und Schmelzmassen ermöglichen es, dass das Veneer exakt der natürlichen Zahnfarbe und Transparenz angepasst wird. Ein abschließender Glanzbrand vergütet die Oberfläche und macht sie widerstandsfähig gegen Zahnbelag und Verfärbungen. Nach
Entfernung der Provisorien und einer funktionellen und ästhetischen Anprobe
werden die Veneers schließlich mit einer speziellen Klebetechnik, der sog.
Adhäsivtechnik, auf die Zähne aufgebracht. Sie sind dann selbst von
einem Fachmann nicht mehr als „Fälschung“ zu erkennen. Die kleine
Korrektur bleibt somit ein ganz persönliches Geheimnis. |